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Taunustour der TSV-Ortsschildsprinter

Als diesjährigen Saisonhöhepunkt absolvierten die TSV-Ortsschildsprinter am ersten Juli-Wochenende eine Zweitagesfahrt in den Taunus. Zwölf Fahrer machten sich hierzu, bei vorausgesagten hochsommerlichen Temperaturen, auf den Weg nach Bad Vilbel. Das Begleitfahrzeug steuerte Werner Stief, der wo er nur konnte, mit Rat und Tat bereitstand und so eine Art „All-Inclusive-Radtour“ ermöglichte.


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Gestartet wurde samstagfrüh am Platz „La Rochefoucauld“. Kurz vor Acht hatten sie sich von dort auf den Weg gemacht, der die ersten vierzig Kilometer über ihre klassische Wintertrainingsstrecke, dem Jägersburgerwald, nach Gernsheim führte. Danach begann zumindest für einige der Beteiligten Neuland: Über Biebesheim, Stockstadt und Erfelden ging es um den Altrheinarm Kühkopf herum nach Geinsheim.
Bis Ginsheim wurde direkt auf dem Rheindeich gefahren, auf einem für Autos gesperrten Weg in traumhaftem Zustand. Teilweise ein Überschwemmungsgebiet, machte das die Umgebung zu einem Hingucker – Einfach nur schön. Nach inzwischen 73km machte man dann bei Bischofsheim Halt zur ersten großen Verpflegungspause.
Bei Delkenheim wurde danach dann in die Felder abgebogen. Die Strecke ging jetzt sanft, aber stetig ansteigend weiter. Die Hitze machte sich nun doch bemerkbar und die Wasserflaschen leerten sich zusehends schneller, weshalb auch in Wildsachsen noch einmal eine Getränkenachfüllpause anstand.


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Mit der Josbacher Höhe stand dann der erste ansteigende Abschnitt an. Von dort konnte man auch schon die Hauptschwierigkeiten des Tages sehen, den Ruppertshainer Berg und den Großen Feldberg.
Bei Ankunft auf dem „Ruppertshainer“ war bereits die zweite Verpflegungsstelle aufgebaut. Nach kurzer Rast und Auffüllen der Flaschen ging es weiter zum letzten Anstieg auf den Feldberg. Dort wurde eine knappe halbe Stunde verweilt, um danach in voller Mannschaftsstärke abzufahren. Für die Abfahrt von 12km und 600hm wurde dann etwa eine viertel Stunde benötigt…
Ab Oberursel wurden dann die letzten flachen Kilometer nach Bad Vilbel zum„City Hotel“ gefahren. Dort ließ man dann im nahegelegenen Biergarten, beim obligatorischen Auffüllen der Kohlehydratspeicher, den Tag ausklingen.

Tags darauf wurde wie geplant zeitig gestartet, um nicht mit dem zeitgleich stattfindenden „Frankfurt Iron Man“ zu kollidieren, was gerade für das Begleitfahrzeug erhebliche Umwege bedeutet hätte. So wurde in der morgendlichen Kühle Hanau weiträumig umfahren, um dann nach etwa eindreiviertel Stunden, kurz hinter der bayrischen Staatsgrenze, in den Ausläufern des Spessart, eine erste kleine Pause zu machen.


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Zu einer ersten Häufung von Höhenmetern kam es dann zwischen den Dörfern Bessenbach und Dörrmorsbach und hinter Gailbach. Es ging jetzt auf 11Uhr zu, es wurde zusehends wärmer, da käme Verpflegung grade Recht. An der Frühstückseiche, einem Wanderparkplatz, sollte es dann die erste Verpflegung geben, keine schlechte Motivation für einen Bergsprint…
Die anschließende Weiterfahrt begann mit einer schönen Abfahrt zum Main, den sie hinter Sulzbach überquerten und dann noch ein Stück mainaufwärts gefolgt sind. In Wörth war dann Schluss mit Lustig und Flach. Es ging rechts weg und direkt in den Odenwald rein, zunächst noch nicht so steil, aber das änderte sich recht schnell. Nach etwa 2,5 km war Seckmauren erreicht. Und es begann der Anstieg über 5,2 km mit 3,4% zu einem „Windlücke“ genannten Sattel, wo sie auf den Odenwaldlimes treffen wollten. Dort sollte die Mittagspause stattfinden. Als die Gruppe eintraf, war das Buffet auf dem Parkplatz vom Haingrunder Sportplatz, schön unter Bäumen im Schatten, bereits aufgebaut.
Im dortigen Vereinsheim saßen einige Sportskameraden und schauten sich das verschwitzte, verschmierte und verhungerte Häufchen an. Mit den Worten „Ihr seid völlig bescheuert, aber das habt Ihr Euch verdient.“ stellten sie einen schönen Eimer, mit kaltem Wasser und mit Schwamm drin, hin. So konnten sich die Fahrer dann richtig schön abkühlen.
Nach der Pause ging es weiter bergauf, teilweise auch steil, mit vollem Bauch und steifen Muskeln ist das keine gute Idee. Schließlich waren sie dann aber oben, am Odenwaldlimes, der sich über diesen Rücken und dann letzten Endes bis zum Neckar hinzieht. Bei quaeldich.de findet sich diese appetitanregende Beschreibung: „Die Höhenstraße nach Hesselbach entlang des ehemaligen römischen Grenzwalls kann mit Recht und ohne Vorbehalt zu den schönsten Strecken im Odenwald gezählt werden“.


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Anfangs, gerade nach Vielbrunn kann der Odenwaldlimes diesen hohen Anspruch zwar nicht erfüllen, aber mit jedem Kilometer wurde es schöner. Und da war er dann auch, „der mal dichte, mal lichte Mischwald“, der mit Sonne ganz vorzügliche Anblicke schuf und natürlich auch die Hitze ein wenig erträglicher gestaltete.
Hinter Hesselbach ging es dann runter, am Eutersee vorbei, der an diesem Tag die Massen anzog, da er, durch den ständigen Durchfluss kalten Bergwassers, auch im Hochsommer nur 12–16°C Wassertemperatur erreicht.
Der nächste Programmpunkt war noch einmal ein Hügel, der von Hesseneck, direkt nach der Abfahrt, zum Waldgasthof Reußenkreuz führt und die Wasserscheide zwischen Neckar und Main darstellt. Hesseneck liegt übrigens in Baden-Württemberg. So hatte man also in kurzer Zeit alle beteiligten Länder im Dreiländereck durchmessen.
Hinter Hetzbach hatten sie es dann ruhig angehen lassen. Am Marbach-Stausee vorbei, durch Hüttenthal Richtung Wegscheide steigt es ja die ganze Zeit so ein bisschen an, da war es ratsam, ruhiger zu machen. So kurz vor dem Ziel wollte man schließlich kein Risiko mehr eingehen. Denn nun ging es auch schon durch Weschnitz, an der Rosenhöhe vorbei, durch Fürth und Rimbach, zum Mörlenbacher Ortsschild…


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Um 17 Uhr war man dann in Hornbach angekommen.
Noch schnell das Auto leermachen und dann: Große Mengen isotonischer Getränke, garniert mit Würstchen
und Salat, Fürsten können es nicht besser haben. Schnell war man sich einig:
Das war, trotz der Hitze, ein ganz hervorragendes super vorbereitetes Wochenende. An alles war gedacht, bloß auf’s Rad und losfahren, besser geht es eigentlich nicht.
Werner Stief war immer da, um nach allen Regeln der Kunst zu verwöhnen, ganz besonderen Dank noch einmal an ihn!

Hier noch ein paar Zahlen zur Tour:

Samstag:
159,9 km, 1450 Hm, 5:57 h Fahrtzeit, Schnitt: 26,2
Temperatur stellenweise deutlich über 40 Grad; Keine Stürze, keine Defekte


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Sonntag:
171 km, 1600 Hm, 6:29 h Fahrtzeit, Schnitt 26,4
Temperatur stellenweise deutlich über 40 Grad, Keine Stürze, keine Defekte


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Von Stephan Stumpf | 24.Juli 2015

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